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Populäres Däumlinchen

08.04.2008 ZO/AvU

Familien aus der ganzen Deutschschweiz besuchten Uraufführung. Die 300 Plätze im Schulhaus Pünt in Uster waren am Sonntag gleich ausverkauft. Die Kufki-Aufführung des Puppentheaters «Däumlinchen» war ein voller Erfolg.


Die Geschichte vom Däumlinchen stammt aus dem reichen Schatz an Weltliteratur des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen (1805– 1875). Marianne Marx, langjährige Leiterin am Basler Marionettentheater, und Nicole Langenegger, Puppenspielerin beim Puppentheater PhiloThea aus Mogelsberg, inszenierten damit gemeinsam eine einstündige Aufführung in Schweizer Mundart. Ekkehard Sassenhausen, neuer Leiter der Musikschule Uster Greifensee, komponierte die musikalische Untermalung dazu. Diese wurde auf dem Alt-Saxofon auf CD eingespielt. Am Sonntag war Uraufführung des Stücks im Schulhaus Pünt in Uster. Kufki-Organisator René Krebs zeigte sich über die grosse Ehre sehr erfreut. Die Geschichte unter der Regie von Marianna Marx ist für Kinder ab vier Jahren gedacht. Däumlinchens Abenteuer Während der ganzen Aufführung hatte die Puppenspielerin im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Mindestens deren vier hätte sie gut gebrauchen können. Während des ganzen Ablaufs der Geschichte war in jeder Hand eine Puppe zu führen, Käfer und Schmetterlinge mussten bewegt und auf der Bühne stehende Kunststoffwürfel laufend umplatziert werden. Gleichzeitig war deren Innenleben per Knopfdruck für die jeweilige Lichtspielerei auszuleuchten. Zur Uraufführung gehörte, dass Langenegger an diesem Tag sämtliche Handlungen zum ersten Mal völlig auf sich allein gestellt vornehmen musste. Aus den vorgesehenen fünfzig Spielminuten wurden siebzig. Mit der notwendigen Routine wird sich das Ganze aber bestimmt noch einschleifen und sich damit die überlange Spielzeit verkürzen. Kleine Kinder verfolgen ein Theaterstück bekanntlich höchstens eine knappe Stunde lang mit der notwendigen Aufmerksamkeit. Viele verblüffende Details Die Geschichte erzählt von einem kleinen Mädchen, das nicht grösser war als ein Daumen. Eines Tages machte es sich auf den Weg in die grosse, weite Welt, um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Nach vielen Abenteuern mit Kröte, Maikäfer, Maus und Malwurf schwang es sich eines Tages auf einer Schwalbe in den Himmel, um dort zu landen, wo es ihm gerade gefiel. Die selbst bestimmte Reise ins Leben brachte die Kleine am Schluss der Geschichte zu ihrem Elfenprinzen, der sie endlich glücklich machte. In der ganzen Inszenierung gab es immer wieder verblüffende Details zu sehen. Unter anderem zauberte die Puppen-spielerin viele bunte Blumen aus dem Inneren derWürfel, die sich auf der Bühne befanden. Aus unsichtbaren Schlitzen hervorgeholt, entstand so eine ganze Blumenwiese. Die Leinwand im Hintergrund der Bühne diente nicht nur den verschiedenen Lichteffekten, sondern auch Schattenspielen, bei denen Vögel, Schmetterlinge und das Däumlinchen auf der Schwalbe reitend durch den Himmel zogen. Für Nicole Langenegger und ihr Team gab es zum Abschluss der Vorstellung lange anhaltenden Applaus. Ab jetzt ist Theater-Sommerpause. Die nächste Kufki-Vorstellung findet am 7. September statt. «Zoff und Zank» mit dem Figurentheater Doris Weiler steht auf dem Programm.

LilianeMoschin