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Allzu beliebter «kleiner Eisbär»

04.03.2008 ZO/AvU

An der Kufki-Aufführung hatten etwelche Kinder keinen Platz. Der Andrang zur jüngsten Kufki-Aufführung war so gross, dass fast zwei Dutzend Kinder wieder heimgeschickt werden mussten.


Am Sonntagmorgen herrschte im Schulhaus Pünt Grossandrang. So gross, wie kaum je zuvor. Im langen Gang drängte sich das Publikum, das die Geschichte vom kleinen Eisbären sehen wollte. Im Theaterraum selbst hatten rund 240 Personen Platz. Der Veranstalter René Krebs musste schweren Herzens gegen zwei Dutzend Personen wieder nach Hause schicken. Von ihm war zu hören, dass erfreulicherweise auch immer mehr Besucher aus der ganzen Deutschschweiz und ausländische Touristen zu den Vorstellungen kommen. Kurz genug für Kinder ab drei Die vom marotte-Figurentheater alias Friederike Krahl aus Karlsruhe gespielte Geschichte vom kleinen Eisbären dauerte etwas weniger lang als andere Kufki-Aufführungen. Bekanntlich können Kinder im Alter von drei Jahren ihre Aufmerksamkeit bis höchstens zu einer halben Stunde aufrechterhalten. Genau nach dieser Zeit stieg der Lärmpegel merklich an, und ein Hin und Her durch die Halle kam in Gang. Genau dann fand die Geschichte auch ihr gutes Ende. Der kleine Eisbär ist bei den Kindern bestens bekannt. So war denn die Spannung gross, als sich das blaue Tuch über der kleinen Bühne hob und Vater Eisbär samt Söhnchen Lars zum Vorschein kam. Die beiden schliefen in ihrer Eishöhle hoch oben im Norden, wo Schnee und Eis ewig sind. Sie erwarteten den Morgen, um im Freien herumtollen zu können. Lars hatte schon gelernt, auf dem Rücken seines Vaters zu reiten und mit einer Pfote Fische zu fangen. Nur schwimmen konnte er noch nicht so gut. Eines Tages passierte etwas Schreckliches: Lars trieb mit einer Eisscholle aufs Meer hinaus. Nach einer langen Reise über das grosse, kalte Wasser gelangte er an eine heisse Palmenküste in Afrika. Er lernte neue Tiere kennen und freundete sich mit einem Nilpferd an.
Nach vielen Abenteuern und dem Aufkommen von Heimweh konnte er nach einiger Zeit auf dem Rücken eines Walfischs wieder in seine Heimat zurückkehren, wo sich Vater Eisbär über die Rückkehr seines Sohnes riesig freute. Die vielen Besucherinnen und Besucher waren ebenfalls glücklich und bedankten sich bei Friederike Krahl mit lang anhaltendem Applaus. Hochdeutsch war kein Problem Alle Figuren des Theaterstücks sprachen in gut verständlichen Sätzen lupenreines Hochdeutsch, was von den Kindern als ganz selbstverständlich aufgenommen wurde. Und offenbar verstanden sie alles ohne weiteres: Gelacht und gerufen wurde an den richtigen Stellen. Das marotte-Figurentheater, welches im Jahre 1987 gegründet wurde, ist mit einem festen Theater in Karlsruhe beheimatet. Dieses verfügt über 100 Sitzplätze und gibt mit einem breiten Repertoire rund 300 Vorstellungen pro Jahr. Es wird von der Stadt Karlsruhe und vom Bundesland Baden-Württemberg unterstützt. Gastspiele im Ausland sind üblich. Gespielt wird mit Handpuppen, Tischfiguren, Schattenspielen und Marionetten. Die letzte Aufführung der Wintersaison 2007/08 findet am Sonntag, 6. April, um 11 Uhr statt. Geboten wird die Geschichte vom Däumelinchen. (mo)